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iPhoneography

Heute geht es mir nach einer saftigen Erkältung schon langsam etwas besser und ich bekam Lust zu fotografieren. Diesmal allerdings nicht mir der “richtigen” Kamera sondern mit dem Telefon. Das hat einerseits den Vorteil, dass nicht jedes Motiv sofort einen Fotografen sieht und unnatürlich guckt. Andererseits zwingt es auch den Fotografierenden, anders zu denken.

Zunächst klingt es wenig überzeugend, mit einem Telefon ernsthaft Fotos machen zu wollen aber mit der richtigen Anwendung macht das durchaus Spaß und man bekommt gute Ergebnisse. Instagram bietet einen guten Einstieg in schnelle Fotos mit relativ schicken Effekten aber wenn es ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten sein sollen kommt man um Camera+ eigentlich nicht herum. Mich überzeugt da vor allem die Option, dass man unterschiedliche Punkte auf dem Bild für die Fokusmessung und für die Belichtungsmessung wählen kann. So kann man beispielsweise oben das Grasdingsi scharf stellen und die Belichtung auf den Himmel einstellen.

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IP over Avian Carriers

Ich habe ein neues Netzwerkprotokoll kennengelernt: IP over Avian Carriers. Symbolfoto: Es existieren zwei RFCs zum Thema, deren Lektüre ich definitiv empfehle:

RFC 1194

The carriers have an intrinsic collision avoidance system, which increases availability. Unlike some network technologies, such as packet radio, communication is not limited to line-of-sight distance. Connection oriented service is available in some cities, usually based upon a central hub topology.

In RFC 2549 wird eine Erweiterung um QoS-Mechanismen vorgeschlagen:

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Linux (not on my) Desktop

Ich verkaufe meinen Laptop. Das war mein letzter aktiv genutzter Linux-Computer zu Hause. Mein Desktop-PC wanderte Anfang des Jahres zu meiner Mutter und ich kaufte mir einen iMac. Seitdem lag der Laptop auch eigentlich nur noch im Regal rum. Und das hatte einen guten Grund:

Ich habe keine Lust mehr.

Für’s Studium verkaufte ich damals mein MacBook und legte mir zum Basteln und Entwickeln PC und Laptop zu. Das war damals eine sehr gute Entscheidung und ich hatte während des Studiums viel Vergnügen damit und habe sicher auch einiges gelernt. In manchen Vorlesungen hatte man auch gut Zeit, sich um gebrochene Updates und das Patchen des Kernels zu kümmern. Jetzt ist dem leider nicht mehr so. Im Nachhinein betrachtet sieht das Verhältnis zwischen dem was ich für die Geräte gemacht habe und dem was ich mit den Geräten gemacht habe sicherlich nicht sonderlich gut aus. Das kann und möchte ich mir im Moment nicht mehr leisten. Mein primärer Computer muss immer ins Internet kommen, Video und Audio abspielen und einige andere Dinge tun. Dafür möchte ich keine Zeit investieren müssen. Gar keine.

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what if?

what if? ist ein neues Blog von Randall Munroe - dem genialen Menschen hinter xkcd. Er ist Geek, zeichnet seit Jahren intelligente Comics von Alltagsphänomenen bis zu Nerdproblemen und trifft damit regelmäßig meinen Humor. Für das neue Blog senden Leser ihre “Was wäre wenn?"-Fragen ein und er versucht sie physikalisch korrekt und mit liebevollen Bildern zu beantworten. Alles begann mit der Frage was passieren würde wenn man einen Baseball auf 90% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt (Spoiler: ziemlich viel!).Außerdem sehr großartig war die Frage was passieren würde wenn ein Glas plötzlich halb leer werden würde. Zu diesem Post bewegt hat mich allerdings die Folge “Droppings”, die die Frage beantwortet, wie lange man mit offenem Mund draußen liegen bleiben muss, bis einem ein Vogel in selbigen kotet. Nicht nur wird die Frage mit wissenschaftlicher Präzision beantwortet sondern er erklärt auch noch nebenbei, dass der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs (z.B. in l/100km) nach korrektem Kürzen der Einheiten eine Fläche ergibt. Im Fall von 20MPG (11.8l/100km) sind das ca. 0.1mm^2. Diese 0.1mm^2 kann man sich als die Querschnittsfläche eines Kraftstoffschlauchs vorstellen, den man auf seiner Fahrstrecke verbrennt: Eine geniale Analogie, die mir so niemals in den Sinn gekommen wäre. Diese Art von Problemstellungen wäre auch großartig um sie im Physikunterricht gemeinsam mit Schülern zu analysieren und eine Antwort auf die Frage zu entwickeln. Ich jedenfalls hätte mit wahnsinniger Begeisterung mitgerätselt.…

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Urlaub in Frassel

Doppeldienstreise Frankfurt mit Kurzurlaub in Kassel dazwischen - ich hatte sehr schöne letzte Tage. Die Dienstreise verlief erfolgreich und ich hatte abends mehrfach Zeit, mit der Kamera durch die Stadt zu laufen und das schöne Wetter zu genießen.Das Mainufer ist wirklich einen Besuch wert und es wird dort sofort klar warum so viele Frankfurter hier ihren Abend verbringen und im Sonnenuntergang ein Bier trinken oder Sport treiben.Am Wochenende übernachtete ich dann in einer sehr unterhaltsamen Pfarrhaus-WG in Kassel und nahm an der dortigen Auszugsfeier teil. Ich genoss eine Kirchenführung bei Nacht (Leider ohne Turm :() und durfte die Verköstigung von ‘83er Konserven aus sicherer Entfernung beobachten.Tagsüber liefen wir mehrfach durch die Stadt, machten Fotos und amüsierten uns köstlich über Seidenschal tragende documenta-Besucher, die alle aussahen wie die Bevölkerungsgruppe, die einem sonst nur in Form von Kunst- und Deutschlehrern über den Weg läuft.Ich besuchte meine erste Vernissage (mit Sektgläschen!) und es war überraschend nett was aber vermutlich an den netten und bekannten ausstellenden Menschen lag.Außerdem kaufte ich noch meinen ersten Anzug und lernte wie man eine Krawatte bindet.Schließlich schlossen wir das sehr gelungene Wochenende mit Tatort-public-viewing im wunderschönen Theaterstübchen ab. Das war toll <3

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Bernsteinsee

Letzten Samstag ging es wieder Wakeboard fahren. Also nicht für mich aber ich stand so rum und hatte die Kamera dabei. Beim nächsten Mal stelle ich mich aber garantiert™ auf so ein Brett zumal es am Bernsteinsee auch das Wasser-Äquivalent eines Idiotenhügels gibt.

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Lago di garda

Wir fuhren für eine Woche in den Urlaub nach Italien. Das war das erste Mal, dass ich selbst so richtigen™ Urlaub buchte und das auch gleich mit Reisebüro und Halbpension. Es ging an den Gardasee in das Dorf Limone. Das Hotel lag etwas außerhalb an einem Berghang was einen ziemlich ins Schwitzen bringen kann bei den dort vorherrschenden Temperaturen.Rückblickend war die Ausstattung des Hotels ganz akzeptabel (für den Preis) aber wir haben gelernt, dass drei Sterne in Italien keineswegs drei Sternen in Deutschland entsprechen. Es gab zwar sinnfreie Dinge wie ein Telefon neben der Toilette und ein Gerät, mit dem man sich untenrum mit Wasser bespritzen kann, aber die Zimmer waren dafür in keinem allzu guten Zustand.Kulinarisch gab es auch einige Überraschungen. Im Hotel gab es zum Frühstück ausschließlich Instantkaffee (was ich für eine ziemliche Frechheit halte) aber alle stattdessen in Cafés gekauften Kaffeegetränke schmeckten ausgezeichnet und waren noch dazu wahnsinnig günstig (Espresso ab 1€; Cappuccino ab 1,20€).Das Mittag- und Abendessen wird auf der Karte in zwei Kategorien (Primi und Secondi) unterteilt, aus denen scheinbar nacheinander gegessen werden soll. Das würde allerdings dazu führen, dass man für eine einzige Mahlzeit ein Schweinegeld (>30€) ausgäbe und so entschieden wir uns je für ein einzelnes Essen. Pasta fällt fast ausschließlich in die erste Kategorie, in der die Portionen sehr klein sind. Daraus resultiert leider, dass man nie Pasta “zum satt werden” essen konnte. Wer lecker, ausreichend und gleichzeitig günstig essen wollte griff einfach immer zur Pizza. Was mich sehr stark gewundert hat ist, dass man in der Region offensichtlich nicht in der Lage ist, Brötchen oder Brot herzustellen. Aus italienischen Restaurants in Deutschland bin ich leckere luftige Brote mit Olivenöl und Kräutern gewohnt aber in Italien bekamen wir (wirklich ausschließlich!) steinharte, schneeweiße und geschmacksneutrale Backwaren serviert. Insgesamt war das Essen aber sehr lecker und ich hoffe dank fleißigem Schwimmen und Wandern wenigstens nicht zugenommen zu haben.Überraschend war außerdem die Rolle der Polizia locale in den kleinen Ortschaften. Diese ist ausgesprochen freundlich und schaut beim Streife-Gehen in den Läden vorbei und macht ein paar Scherze mit den Besitzern. Man kann sich von ihr sogar abends zum Hotel fahren lassen wenn man den Fußweg dorthin noch nicht kennt und sich im Tunnel nicht von Autos totfahren lassen möchte.Um angemessen auf den Urlaub vorbereitet zu sein kaufte ich vorher ein Buch, das neben Podcasts für seichte Unterhaltung am Strand dienen sollte. Meine Wahl fiel auf Tschick von Wolfgang Herrndorf. Diese Wahl stellte sich als sehr großartig heraus und das Buch sorgte für einige Lacher am Strand und auf der Rückfahrt, während der ich bis kurz vor die Heiserkeit aus dem Roman rezitierte. Dank des sehr kurzweiligen Schreibstils ist es der perfekte Reisebegleiter.Außerdem wollte ich natürlich meine Kamera mitnehmen und zwar nicht nur den Body mit einem Objektiv (wofür ich bereits ein Täschchen habe). Nach zirka einem Tag wildem Recherchieren entschied ich mich für den Lowepro Flipside 300, der sich wirklich bewährt hat. Für die analoge Kamera hat der Platz nicht mehr gereicht aber ansonsten bekommt man von Objektiven über Zubehör bis zum Stativ wirklich alles unter. Auch die Reißverschlüsse auf der Rückseite und das “Bauchladenkonzept” haben sich bewährt.An einem Tag unternahmen wir eine Wandertour in die Berge nebenan und bestiegen einen 3000er 900m hohen Gipfel was bei den Temperaturen und der Qualität der schmalen Wege schon eine ziemliche Herausforderung war. Dafür wurde man sehr schönen Ausblicken belohnt. Die Kamera musste hier allerdings aus energetischen Gründen zu Hause bleiben und nur das Telefon und Tobis Ukulele kamen mit.In Italien bezahlt man (wie auch in Österreich) für das Befahren der Autobahnen. Dafür sind diese aber auch in einem sehr guten Zustand. Problematisch sind allerdings die Mautstationen, die den Fahrzeugdurchsatz der Straßen doch wesentlich verringern. Wenn Touristen mit ihren Autos durch Italien rollen bilden sich an den Mautstationen Staus, die mehrere Kilometer lang sein können. Auf der Hinfahrt standen wir sicherlich 1.5 bis 2 Stunden vor einer solchen Station. Seine Tunnel baut der Italiener gerne ca. 1.5-spurig, lässt sie dann aber in beide Richtungen befahren was zu ziemlichem Nervenkitzel führen kann wenn ein Reisebus um die Kurve geschossen kommt.Insgesamt war der Urlaub sehr schön, das Verhältnis aus Rumrennen und Entspannen war gut und auch die eine Woche war wahrscheinlich eine gute Entscheidung auch wenn man natürlich noch viel mehr hätte ansehen können.

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