Weihnachten! Endlich ein bisschen Zeit...
Nachdem dieses Semester nun endlich zu Ende gegangen ist habe ich in den nächsten Tagen hoffentlich Zeit, mich mit meinem Projekt für die Diplomarbeit zu beschäftigen. Ein Bericht muss noch abgegeben und eine Präsentation gehalten werden aber dann sollte etwas Luft sein. Ich möchte kurz vorstellen, was ich eigentlich gerade entwickle:
Das Projekt heißt Kayak und soll ein CAN-Diagnosetool für die Linux SocketCAN-Implementierung werden. Es dient dem Senden und Empfangen von Frames auf einem CAN-Bus und zur grafischen Darstellung und Auswertung selbiger. Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Produkten, die diesen Zweck erfüllen, findet die Kommunikation jedoch über einen TCP/IP-Socket statt. Dies hat den Charme, dass man keine direkte Verbindung zum zu beobachtenden Bus mehr benötigt. Ein Laptop kann also die Busdaten in einem Raum aufnehmen, während mehrere Benutzer live von unterschiedlichen Orten die Daten auf dem Bus verfolgen (und verändern) können.
»UMTS nur mit neuer SIM-Karte
[caption id="" align=“alignright” width=“274” caption=“Röntgenbild einer SIM-Karte (Quelle: Wikimedia:SecretDisc)”]
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Ich habe nun seit 1,5 Jahren ein UMTS-fähiges Mobiltelefon und mich schon immer über das vermeintlich schlechte E-Plus-Netz bei simyo geärgert. Ich hatte nirgendwo UMTS-Empfang und bestenfalls GPRS-Geschwindigkeit. Vor ein paar Wochen wies mich ein Kumpel darauf hin, dass für UMTS eine SIM-Karte der neueren Generation notwendig ist. Meine Karte ist von vor 2006 und die Beschriftung mit ‘16k’ deutet darauf hin, dass dies eine alte und nicht UMTS-fähige Karte ist. Die Zahl scheint für 16kByte Speicher zu stehen.
»Zöllner und Softwarepatente
Am Samstag habe ich an einem Gottesdienst teilgenommen und ganz kurz ging es um Zöllner im alten Jerusalem, was mich nachdenklich gemacht hat. Die Zöllner wurden damals von der Bevölkerung verachtet, da sie für die Römer (damalige Besatzer) Zölle eintrieben und selbst sozusagen auf Provisionsbasis gearbeitet haben. Hier ein Zitat von 2jesus.de:
Diese Zolleinnehmer bekamen aber von Rom meist kein festes Gehalt, sondern durften sich ihr Gehalt quasi auf den Wegzoll aufschlagen. Also wenn ein Zöllner beispielsweise 4 Quadrans (etwa 2 Euro) an Zoll verlangt hat, musste er davon wohlmöglich nur 3 Quadrans an Rom abgeben. Ob die Zöllner den Aufschlag selber bestimmen konnten oder ob es einen fest von Rom vorgeschriebenen Satz gab ist nicht bekannt, letzteres ist aber wahrscheinlicher. Hier ist es allerdings sehr regelmäßig vorgekommen, dass die Zöllner einfach mehr verlangt haben als nötig war, bzw. als ihnen zustand. Deswegen waren die Zöllner meistens sehr reiche aber auch sehr unbeliebte Leute, da sie ihren Reichtum auf Kosten des Volkes bekommen hatten.
Das hat mich in dem bestätigt, was ich schon im Gottesdienst vermutet hatte. Eigentlich gibt es in unserer Gesellschaft ganz ähnliche Tendenzen, die jedoch vollkommen anders bewertet werden. Gefühlt steigt die Zahl der Abmahnanwälte, Vertreter und anderer Halsabschneider stetig an und die passenden Studiengänge werden immer populärer. Hunderte von Jahren konnte Entwicklung, Produktion und Verkauf ohne diese Berufsgruppen auskommen. Mittlerweile sind sie nicht nur nicht mehr wegzudenken sondern sind auch größtenteils gesellschaftlich anerkannt, obwohl sie die Menschheit in keiner Form voranbringen. Dennoch fahren die Vertreter dieser Berufsgruppen mit stolzgeschwellter Brust morgens in ihrem Geländewagen zum Bäcker und werden von anderen Menschen bewundernd beobachtet.
»Git Repositories mit mehreren Nutzern
Wenn man ein zentrales git Repository verwendet initialisiert man dieses meistens mit $git init –bare Repo.git
Das klappt bei einem einzigen User wunderbar und man kann arbeiten wie gewünscht. Wenn es dann mal mehr Nutzer werden sollen muss man zunächst eine Gruppe anlegen (ich nehme ‘git’) und dann die Nutzer der Gruppe hinzufügen: $groupadd git $useradd user2 $usermod -G git -a user2
Dann kann man in sein Repository gehen und die Gruppe der Dateien ändern: $cd Repo.git $chown -R git *
»SocketCAN Tutorial 1 - Virtuelle Busse
In einem älteren Post hatte ich ja schon eine kurze Einführung in SocketCAN gegeben. Da ich mich in der nächsten Zeit wohl etwas genauer damit beschäftigen werde hier ein kleines Tutorial. Ich fand die ersten Schritte doch etwas holprig und daher hier der Reihe nach:
Das Ganze sollte mit einem aktuellen Linux funktionieren (Ubuntu 10.10 ist perfekt). Zunächst mal müssen wir die Kernel Module laden:
<code>dschanoeh@Krikkit1:~$ modprobe can
dschanoeh@Krikkit1:~$ modprobe can_raw
dschanoeh@Krikkit1:~$ modprobe can_bcm
dschanoeh@Krikkit1:~$ modprobe vcan</code>
Anschließend kann ein neues virtuelles CAN-Device über
»Die Legende vom gut recherchierten Beitrag
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Gestern abend habe ich im ZDF mal wieder Frontal 21 geschaut. Eine Sendung, die ich für ihre unabhängige und enthüllende Berichterstattung eigentlich sehr schätze. Dann kam jedoch der Beitrag “Die Legende vom Spritsparen” (Mediathek). Dort wurden aktuelle Fahrzeuge von BMW, Mercedes und VW mit wesentlich älteren Modellen des selben Herstellers bei einer 100km Fahrt durch die Innenstadt verglichen. Der Vergleich bezog sich jedoch ausschließlich auf den Spritverbrauch.
»Seagate DockStar
Nach einem Tweet bin ich heute auf die Seagate FreeAgent DockStar aufmerksam geworden. Das ist eine Dockingstation für externe Seagate Festplatten. Sie kann die Daten über 1GB Ethernet sharen und daher liegt der Verdacht nahe, dass in der Kiste ein bisschen mehr los ist.
In der Tat steckt ein Marvel Kirkwood mit 1,2GHz drin (128MB RAM, 256MB Flash) und drei USB Buchsen sind herausgeführt. Hardwarecrypto scheint das Ding auch zu können (AES, DES, SHA-1) und daher ist es ideal, um ein Home-NAS aufzusetzen. Auf der Liste sind bis jetzt Samba-Shares, Torrents, CUPS und SSH.
»PF_CAN
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Der Linux Kernel unterstützt seit Version 2.6.25. Controller Area Network (CAN). Dies ist ein Busstandard, der vor allem in Fahrzeugen aber auch in anderen schwierigen Umgebungen verwendet wird. Er wurde in den 80er Jahren entwickelt und ist bis heute das wesentliche Kommunikationsmedium für Steuergeräte. CAN-Busse zeichnen sich durch eine hohe Störsicherheit und einen geringen Rechenaufwand für die beteiligten Controller aus.
Es gibt eine Vielzahl an proprietären Hard- und Softwarelösungen, mit denen herkömmliche Computer an CAN-Busse angeschlossen werden könnten, die teilweise ein Vermögen kosten. In der Volkswagen Konzernforschung wurde eine Implementierung entwickelt, die auf Linux Sockets aufsetzt und den Namen SocketCAN trägt. Diese macht es sich zu Nutze, dass ein kompletter Netzwerk-Stack bereits im Kernel vorhanden ist und einfach um ein weiteres Protokoll erweitert werden kann. Viele andere Treiber für CAN-Devices stellen eine Art serieller Schnittstelle bereit, über die eine Anwendung dann mit dem Gerät kommunizieren kann.
»Danke Internet!
Ich bin so froh, dass wir das Internet haben! Ohne Internet sähe es hier in Deutschland mittlerweile um einiges düsterer aus. Es ist scheinbar die einzige Möglichkeit, um sich selbst eine Meinung zu einem Thema zu bilden, die nicht von Medien oder dem Staat beeinflusst ist. Ich vertraue einer Masse von Bloggern und Twitterern allemal mehr als einem Journalistenteam.
Ein schönes Beispiel dafür ist dieses Video (via Fefe): [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=YkI14Xq52IE&fs=1&hl=en_US] Da wollte ein Qualitätsjournalist von Spiegel TV eine populistische Aussage provozieren und wird herrlich vorgeführt (Der Vorführende mag nicht sonderlich redegewandt sein aber das tut ja nichts zur Sache). Das taucht so natürlich nicht im Fernsehen auf sondern ist dank Handykamera im Internet zu sehen.
»HDR Tone Mapping mit GIMP
Die grundlegende Vorgehensweise, wie man zu einem HDR-Bild kommt ist ja eigentlich recht simpel:
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mindestens 3 Fotos von einem Motiv machen (normal belichtet, unterbelichtet und überbelichtet)
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dafür am besten ein Stativ nehmen und viele Kameras haben auch automatische Funktionen, die drei Bilder aufnehmen
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die Bilder als Ebenen im Bildbearbeitungsprogramm laden
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Ebenenmasken für die nicht normal belichteten Ebenen erzeugen
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im überbelichteten Bild nur die dunklen Bereiche sichtbar machen
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im unterbelichteten Bild nur die hellen Bereiche sichtbar machen
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