« Back to home

Farbfilm

Nachdem ich bereits ein Mal mit der analogen Spiegelreflex meines Vaters losgezogen war bestellte ich neuen Film und wollte wieder auf die Reise gehen.

Diesmal galt es auch das 135 f/2.8 auszuprobieren und sich mit der Kamera vertrauter zu machen. Ich hatte mich bis jetzt nicht getraut, die Belichtungsmessung der Kamera zu nutzen, da ich mir unsicher war, ob sie funktioniert und ich nicht den ganzen Film vernichten wollte. Ich ging dabei allerdings davon aus, dass die Kamera mir die Blende einstellen würde (am Objektiv ist nämlich ein A<->M-Hebel und ein Buppel führt von der Kamera zum Objektiv). Also fuchtelte ich immer bescheuert mit dem iPhone herum und maß meine Einstellungen zurecht. Turns out: alles Quatsch! Die Kamera hat eine Belichtungsmessung, die aktiviert wird wenn der Film gespannt ist und der Hebel auf ‘On’ steht. Dann gibt es einen kleinen Pfeil rechts im Sucher, der bei korrekter Belichtung waagerecht erscheint. Bei aktiver Belichtungsmessung kann man beliebig an Blende und Verschlusszeit herumspielen und nebenbei die Belichtung im Blick haben. Also eigentlich alles genau so, wie man das haben will. Zusätzlich lässt sich die Messmethode mit dem linken Pfeil zwischen ‘Spot’ und ‘Average’ umschalten. Es wird also nichts automatisch eingestellt und man hat immer alles in seiner Hand. Diesmal dauerte es bestimmt eine Woche bis ich den Film voll hatte. Ich fotografierte bei einer spontanen Fototour in Braunschweig, auf dem Rummel in Wolfsburg und bei Gelegenheit auch einfach so. Ich war allerdings ganz offensichtlich ein wenig zu übermütig. Die Belichtung klappte scheinbar super aber oftmals saß der Fokus doch etwas daneben. Für’s Fokussieren bei f/2.0 und 2 Meter Abstand im Gehen bin ich scheinbar noch nicht geskillt genug: Auch machten sich die 200 ISO-Pferde des Films deutlich bemerkbar. Was bei strahlendem Sonnenschein total super ist, um die Blende aufreißen zu können, führt in der Dämmerung ganz schnell zu unscharfen Bildern: Dafür habe ich mich sehr gefreut, als ich von diesen Bildern hier überrascht wurde. Die waren so definitiv nicht geplant, haben aber definitiv ihren Charme “by accident”. Ach ja: Alle Fotos sind nicht editiert und mit der Digitalen abfotografiert. Ich glaube ich brauche einen Filmscanner.

Read more »

Flugzeugkarussell

Gestern auf dem Rummel wurde ich beim Anblick des Flugzeugkarussells an dieses Foto hier erinnert, das ich mir auch prompt von meiner Mutter besorgt habe. Nebenbei klärte sie mich dann auch über ein paar Missverständnisse auf. Das Foto ist nicht - wie von mir vermutet - in Vorsfelde entstanden sondern wohl irgendwo in Wolfsburg und meine Mutter vermutet, dass es 1987 zum Stadtjubiläum war. Außerdem wurde das Foto nicht etwa privat gemacht (ich tippte auf die Ricoh von meinem Vater) sondern vielmehr war es ein Foto aus der Zeitung, mit dem der Fotograf ausdrücken wollte, dass trotz des bescheidenen Wetters einige Mutige viel Spaß hatten. So oder so auf jeden Fall ein großartiges Foto oder?…

Read more »

I shot analogue - and I liked it

Seit einer ganzen Weile schon liegt die alte Spiegelreflexkamera meines Vaters in meinem Regal. Eine Ricoh TLS401 mit zwei Objektiven, von denen eines ein 50mm f/1.4 ist. Vor zwei Wochen konnte ich mich endlich aufraffen, Film zu kaufen und mich mit der grundsätzlichen Funktion auseinanderzusetzen. Ich fand heraus, an welchen Hebelchen man wann und wie drehen muss und dass die Kamera einen batteriebetriebenen Belichtungsmesser enthält. Dieser kann allerdings nur die Blende bei fester Belichtungszeit einstellen. Da ich aber meist die Blende kontrollieren möchte entschied ich mich für komplett manuelle Bedienung. So musste ich mir auch keine Gedanken um die möglicherweise leere Batterie machen.Als wir schließlich nach Braunschweig fuhren, um Iron Sky zu gucken (großartiger Film übrigens), nahm ich die Kamera mit und wir machten vorher einen Spaziergang. Mit dem iPhone maß ich grob die Belichtungseinstellungen und fummelte dann an der Kamera herum. Zum Glück entschied ich mich vorher für Film mit ISO125. Wenn man nahe der Offenblende fotografieren will bleibt einem nämlich nichts anderes übrig. Die minimale Belichtungszeit liegt nur bei 1/1000 und schnell mal an der ISO schrauben funktioniert hier nicht.Ich hatte sehr viel Spaß am analogen Fotografieren. Das ständige Messen, Einstellen, Abdrücken und Vorspulen lässt einen viel mehr nachdenken. Die nicht vorhandene Möglichkeit, direkt Fotos zu überprüfen war zunächst frustrierend, machte dann aber doch einen großen Reiz aus. Ich hatte aber bis zum Schluss Angst, irgendwas falsch bedient zu haben und dass der ganze Film im Eimer ist.Außerdem ist es Verschwendung, einen halbvollen Film bereits zu entwickeln. Daher ging ich noch auf eine zweite Tour durch Wolfsburg, um die letzten Bilder zu schießen.Erst gestern konnte ich die entwickelten Fotos im Drogeriemarkt meines Vertrauens abholen und es fühlte ein wenig wie Weihnachten. Zu meiner Überraschung sind tatsächlich alle Fotos etwas geworden. Teilweise sind sie unspektakulär und langweilig, aber nie schlecht belichtet oder so. Leider erfährt man allerdings nicht, was bei der Entwicklung so gemacht wurde. Wenn dort nachträglich stark belichtet wurde, weil ich zu dunkel fotografiert habe, würde mich das schon interessieren.Tatsächlich gewundert hat mich, dass die Fotos eine relativ starke Körnung haben. Ich hätte gedacht, dass das wie in der digitalen Fotografie bei so niedrigen ISO-Werten kaum auftritt. Es scheint aber auch nur im unscharfen Bereich so stark zu sein. Wie das kommt ist mir leider noch vollkommen unklar, sieht aber interessant aus.…

Read more »

Radio Controlled Sonntag

Tobi und Torsten spielten mit ihren Autos und ich spielte mit meiner Kamera. Es war Sonntag, warm und sonnig. Perfekte Bedingungen damit die Flitzer ihre geballte Power auf dem warmen Asphalt des leergefegten Parkplatzes entfalten konnten. Einzig die Einkaufswagen und Bordsteine stellten große Herausforderungen dar und führten schließlich auch zum Totalausfall des einen Kontrahenten. Torsten hat da aber “noch das passende Ersatzteil im Keller”.

Read more »

Gelenkobus

Am letzten Wochenende fuhr ich mit dem Tobi zum Tobi (jeweils unterschiedliche Tobis). Der eine Tobi kam dabei aus Braunschweig und brachte einen fahrbaren Untersatz mit. Der Andere wohnte in Eberswalde. Mit beiden Tobis fuhr ich dann am Samstag in die Berliner Innenstadt und wir begannen mit einer kleinen Sightseeing-Tour. Vom Alexanderplatz bis zum Reichstag und dann noch ein wenig querbeet. Ich hatte mein neues Objektiv auf der Kamera und probierte fleißig aus. Das hat 30mm, f/1.4 und ist gefühlt ne ganze Ecke schärfer als mein 50mm f/1.8.…

Read more »

Schillerteichspielplatz

Bei traumhaftem Wetter besuchte ich heute den Schillerteich, um ein paar Fotos zu schießen. Kurz vor Ende meiner Runde fiel mir dann der ortsansässige Spielplatz ins Auge.Dieser war in meiner Kindheit ein Highlight eines jeden Spaziergangs in Wolfsburg. Erst durch die Stadt oder um den Schillerteich laufen und dann auf jeden Fall hier anhalten auf dem Gerüst herumklettern.Einen vergleichbaren Spielplatz habe ich eigentlich noch nirgendwo gesehen. Große Betonräume, die in der Luft hängen und mit Leitern, Rutschen und Stangen verbunden sind. Alles ist rund und die Räume sind mit mit vergitterten Fenstern versehen. An aufrechtes Stehen ist darin jetzt nicht mehr zu denken und das Klettern fällt auch merklich schwerer. Die Räume, die vorher riesig wirkten sind auf einmal klein und die Decke hängt äußerst tief.Die Kindheitserinnerungen müssen aus einer Zeit kommen, in der ich so zwischen 4 und 7 Jahren alt war. Danach war der Spielplatz dann wieder für einige Jahre uninteressant.Dann erinnere ich mich wieder daran, hier nach der Schule mit Timo gesessen und Biere getrunken zu haben. Das ist jetzt sicherlich auch schon 10 Jahre her. Oh Gott ich bin alt…Wie früher auch stand ich heute vor dem Problem, dass das Hochkommen und Klettern einfach ging und Spaß machte, das Herunterkommen jedoch schon etwas mehr Überwindung kostet. Das hat sich nämlich nicht verändert - die Rutschstangen sind gefühlt noch genau so lang wie früher.

Read more »