Gelenkobus

Am letzten Wochenende fuhr ich mit dem Tobi zum Tobi (jeweils unterschiedliche Tobis). Der eine Tobi kam dabei aus Braunschweig und brachte einen fahrbaren Untersatz mit. Der Andere wohnte in Eberswalde. Mit beiden Tobis fuhr ich dann am Samstag in die Berliner Innenstadt und wir begannen mit einer kleinen Sightseeing-Tour. Vom Alexanderplatz bis zum Reichstag und dann noch ein wenig querbeet. Ich hatte mein neues Objektiv auf der Kamera und probierte fleißig aus. Das hat 30mm, f/1.4 und ist gefühlt ne ganze Ecke schärfer als mein 50mm f/1.8.

Das mit dieser Weltzeituhr ist übrigens totaler Mist. Die geht nämlich nach. Man vergleiche mit der Analoguhr unten. Und nein: Parallaxenfehler kann ich ausschließen - ich stand direkt vor der passenden Fläche. (Schief ist die Kiste scheinbar auch wenn ich das Foto so betrachte…)Berlin ist eine tolle Stadt, in der es auch ohne die Sehenswürdigkeiten viel nebenbei zu entdecken gibt. Beispielsweise eigenartig gekleidete Menschen, die Musikinstrumente vor der Russischen Botschaft hin und her schieben.Dann machten wir eine Tour der Berliner Unterwelten e.V., die ich hiermit jedem Berlinbesucher ans Herz legen möchte. Wir stiefelten durch alte Bunkeranlagen und bekamen eine spannende und unterhaltsame Führung. Nur fotografieren durfte man leider nicht was ziemlich ärgerlich ist. Danach aßen wir einen Burger, tranken Cocktails und stellten fest, dass das Maclaren’s in Berlin leider nicht so überzeugt wie das Original und eine deutlich geringere Zahl an Sitzplätzen bereitstellt.

Außerdem sprachen wir über Gelenkobusse. Die gibt es nämlich in Eberswalde. Wichtig bei diesen Gefährten ist die korrekte Aussprache. Um drei junge Herren einen ganzen Abend zu amüsieren muss man sie nämlich möglichst schnell und zusammenhängend aussprechen (nicht etwa Gelenk-O-Bus!). Da diese Busse scheinbar nicht nur uns faszinieren gibt es darüber eine ganze Informationssammlung mit vielen interessanten Fakten.

So um die 30 Fahrer und zwei Fahrerinnen halten den Obus lenkradmäßig an 7 Tagen der Woche, Weihnachten, Sylvester usw. eingeschlossen, am Laufen.

Ich hatte solche Busse noch nie gesehen und bin auch vom Konzept nur so mittel überzeugt. Alleine des Namens wegen werde ich mich allerdings dafür einsetzen, dass Volkswagen demnächst einen Gelenkogolf (hihi) herstellt.

Am Sonntag besuchten wir dann zum Abschluss eine der schönsten Eberswalder Sehenswürdigkeiten, von der ich auch einige Fotos machte, die hier aber den Rahmen sprengen würden und deswegen später in einem anderen Post kommen.