Warum ich Vim benutze

Wenn man einen ‘normalen’ Klicki-Bunti Benutzer betrachtet, dann hat dieser ein Programm, mit dem er seine Mails schreibt, eine oder sogar mehrere IDEs zum Programmieren, einen Texteditor für kleine Texte, eine Textverarbeitungssoftware, ein Programm für Latex-Dokumente und wahrschinlich noch einiges mehr. All diese Anwendungen haben unterschiedliche Features, Einstellungen, die ich in jedem Programm einzeln einstellen muss, unterschiedliche Tastaturkürzel und ich muss sie alle ständig geöffnet haben was so nebenbei erklärt, warum man als Windows-User heutzutage mindestens 4GB ram haben will.

Ich habe Vim.

Den benutze ich als Programmier-IDE, als Latex-Editor, für kleine Texte und Shell-Scripte, zum Mails-schreiben (in Verbindung mit mutt) und was sonst noch so anfällt. Das bringt einige Vorteile:

  • ich habe immer die gleichen Tastaturkürzel und Bearbeitungshilfen

  • Syntax-Highlighting für nahezu alle Sprachen (und auch in Mails!!!)

  • ich habe einen Editor, der auf den meisten Maschinen schon vorinstalliert ist und auf den anderen installiert werden kann

  • der Editor läuft mit GUI oder im Terminal

  • daher kann ich remote über ssh genauso arbeiten wie direkt am Rechner (und zwar ALLES von Programmieren bis E-Mail)

  • durch das Kopieren einer einzigen Konfigurationsdatei (natürlich im git-Repository) verhält sich der Editor genau so, wie ich es erwarte

  • Compiler- oder Latex-Fehler werden direkt aus make an den Editor weitergegeben und dort dargestellt

  • eine Mächtigkeit der Kommandos, die imho unerreicht ist

Für diese Vorteile lohnt es sich schon, einen Editor zu lernen, der zunächst komplexer erscheint, aber das Erlernen von zig anderen Programmen überflüssig macht.