Live long and prosper!

Star Trek und Star Wars sind zwei Science-Fiction-Universen, die einerseits ziemlich viele Ähnlichkeiten haben, deren Anhänger sich andererseits aber auch stark von der Gegenseite abgrenzen. Als Geek gehört es wahrscheinlich zum guten Ruf, eines dieser Universen gut zu finden. Ich möchte hier meine Geschichte mit den beiden Science-Fiction-Universen erzählen und warum ich mich nicht entscheiden kann und sie beide klasse finde.

Star Wars

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Ich habe als Kind mit meinem Vater die drei “original” Star Wars Filme geschaut und sie haben einen festen Platz in meiner Reihe der Filme, die ich mir immer wieder anschauen kann. Obwohl die Serie mit “Star Wars” 1977 begann habe ich jetzt, 34 Jahre später, nicht das Gefühl von technischen Fehler und unrealistischen Darstellungen, das sonst sehr häufig bei älteren Science-Fiction-Filmen auftritt. Zu den Fortsetzungen habe ich nie einen richtigen Bezug finden können. Ich habe nur “Die dunkele Bedrohung” und den “Angriff der Klonkrieger” gesehen und den den weiteren Teil gar nicht erst angeschaut. Für mich gehören die Figuren (und Schauspieler) der ersten Teile fest zum Universum dazu und machen den wesentlichen Reiz aus.

Star Trek

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Meinen “first contact” mit Star Trek hatte ich in Form der Fernsehserien Voyager und Deep Space 9, die (ebenfalls in meiner Kindheit) im Nachmittagsprogramm liefen. Ich habe die Serien damals sehr gerne geschaut, jedoch nie besonders über die Zusammenhänge oder Bezüge zum realen Leben nachgedacht. Im letzten (oder vorletzten) Jahr habe ich wieder begonnen, mich mit dem Star Trek-Universum auseinander zu setzen. Ich sah alle Staffeln von Star Trek: Enterprise (also nicht die Originalserie, sondern die von 2001). Sehr schön fand ich hier das Intro der Staffeln 1-3, das den schönen Traum beschreibt, dass wir mit den Ingenieurswissenschaften unsere Probleme lösen und die Menschheit voran bringen können (jaja ich weiß. Rod Steward. Ich mags trotzdem ;) ). Danach habe ich mir gedacht, dass bei Star Wars die ersten Folgen die besten waren und habe mir deshalb sowohl die ersten Originalfolgen Enterprise als auch die ersten beiden Kinofilme angeschaut und war schwer enttäuscht. Obwohl Star Trek - der Film aus einer ähnlichen Zeit kommt (1979) fand ich ihn leider stinkenlangweilig. Die Raumfahrt wirkte irgendwie unrealistisch und aufgesetzt künstlich. Außerdem enthält der Film viele wirklich lange Einstellungen, in denen für gefühlte Minuten Raumschiffe vorbei fliegen oder der Weltraum gezeigt wird. Die gesamte Story wäre bei Star Trek: Voyager in einer 40-minütigen Folge verarbeitet worden. Als nächstes habe ich begonnen, die Voyager-Serie zu schauen. Diese wurde kontinuierlich mit jeder Staffel besser und die zuletzt geschaute Staffel 5 ist (bis jetzt) mein Favorit. Ich würde schon sagen, dass mich der Star Trek-Virus gepackt hat und bin gespannt, welche der weiteren Serien ich mir als nächstes vornehmen werde. Außerdem habe ich den Film von 2009 noch nicht geschaut und der steht ebenfalls fest auf meiner Liste.

Gesellschaftliche Fragen

[caption id=“” align=“alignleft” width=“300” caption=“Image via Wikipedia”]One (Star Trek: Voyager)[/caption]

Die Geschichte in Star Wars dreht sich um ein übermächtiges und böses Regime, das versucht, das Universum zu beherrschen. Eine kleine Gruppen von gut gesinnten Rebellen lehnt sich dagegen auf und kann es schließlich zurückschlagen. Dieses einfache Prinzip kann von jedem Menschen nachvollzogen werden und es fällt einfach, mit den Rebellen zu sympathisieren. Bei Star Trek sind die Analogien zu unserer Welt noch wesentlich weiter ausgeprägt. Es werden ethische Fragestellungen behandelt, wie z.B. die Frage, ob der Doktor auf der Voyager (ein Hologramm, das seine eigene Persönlichkeit entwickelt) eigentlich auch wie ein Mensch behandelt werden sollte und ob ihm die gleichen Rechte zustehen. Ein weiteres Beispiel ist Seven of Nine, die aus dem Borg-Kollektiv befreit wird und nun auf Drängen von Janeway ein Leben als menschliches Individuum führen soll. Sie lernt erst sehr langsam, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und mit ihrem Leben klar zu kommen. Schließlich beginnt sie Entscheidungen gegen den Willen des captains und gegen die “starfleet regulations” zu treffen, was ihr daraufhin verboten wird. Dies ist ihr unverständlich, da es im Widerspruch zur Forderung nach einem selbstständigen Denken als Individuum steht. Außerdem werden mit der “Prime Directive” Fragen behandelt, die sich bei einem ersten Kontakt mit fremden Spezies stellen. All diese Fragen sind entweder bereits jetzt in ähnlicher Form gesellschaftlich relevant oder werden es in den kommenden Jahren werden. Eine Auseinandersetzung damit ist also sehr wichtig und fast jede Folge Voyager gibt einen neuen Impuls, ein ethisches oder politisches Thema von einer anderen Seite zu betrachten.

And now the conclusion Ich möchte ausdrücklich empfehlen, sich (falls noch nicht geschehen) mit beiden Universen zu befassen. Als Einstieg eignen sich die ersten drei Star Wars Filme und auf der anderen Seite Star Trek: Voyager. Außerdem sollte man für die beste experience englischen Ton bevorzugen. Zum Abschluss noch ein schickes Bild mit fun facts über Star Trek. Diesem Artikel wird noch ein weiterer mit Internet-Humor über Star Trek und Star Wars folgen.

In diesem Sinne:

Live long and prosper! [(Vulcan salute)](http://memory-alpha.org/wiki/Live_long_and_prosper)