Belüftung von Großgruppenzelten

Große Zelte, wie wir sie bei der Ev. Jugend in Vorsfelde verwenden, sind auf Zeltlagern unerlässlich und sehr praktisch. Sie sorgen dafür, dass der Komfort auf einem hohen Niveau bleibt und man es so locker 3 Wochen in der Natur aushalten kann (Internetzugang vorausgesetzt ;-) ). Der Regenschutz ist sehr gut, die Zelte sind sehr schnell auf- und abgebaut und auch ansonsten gibt es wenig Nachteile zu beklagen.

Wenn da nicht die Hitze in den Zelten wäre. Wenn die pralle Sonne auf die Zelte scheint hilft auch kein leichter Wind oder der voll geöffnete Zelteingang. Die im Zelt stehende Luft erhitzt sich in kürzester Zeit sehr stark und es wird sehr unangenehm, sich darin aufzuhalten. Speziell im Küchenzelt mit kochendem Essen wäre eine ausreichende Belüftung wünschenswert.

Nach der leider gescheiterten Betonageaktion auf dem diesjährigen Kinderzeltlager soll im nächsten Jahr die Lüfteraktion umso mehr ein voller Erfolg werden. Aus diesem Grund wird jetzt schon frühzeitig das notwendige Material beschafft. Die verwendeten Zelte haben die Größen SG20 und SG30. Laut Wikipedia sind die zugehörigen Nutzflächen 23,7m² und 33,8m². Wenn man jetzt vom größten Zelt ausgeht und eine durchschnittliche Höhe von 2m annimmt, so erhält man ein Volumen von 67,6m³.

Für die Belüftung sollen möglichst günstige Lüfter dienen. Die Wahl fiel auf einen 120mm Axiallüfter von Pollin. Dieser hat einen Volumenstrom von 70,5CFM was 117,66m³/h entspricht. Ein Parallelschalten von vier Lüftern dieser Art und Befestigung an einem Zeltfenster könnte einen Volumenstrom von 470,66m³/h ermöglichen. Das bedeutet, dass die Luft des Zeltes (unter idealen Annahmen) alle 8,61min komplett ausgetauscht wird, was meiner Meinung nach ein sehr guter Wert ist.

Die Lüfter könnten im Zelt am hinteren Fenster installiert werden und einen Unterdruck erzeugen, der sowohl bei geöffneter als auch geschlossener Zelthaut für eine angenehme Belüftung sorgen sollte.

Für die Stromversorgung soll, ein ebenfalls bei Pollin erhältliches, PC-Netzteil sorgen, das sehr günstig ist und ausreichende Leistungsreserven auch für Erweiterungen bietet. Die Befestigung könnte über Schnüre am Zelt erfolgen und ein Gitter als Fingerschutz wäre zusätzlich erforderlich. Dafür kann allerdings wahrscheinlich auch spontan beim Zusammenbau ein Konzept erarbeitet werden.