Es geht voran...

Nachdem die letzten Prüfungen geschrieben waren hatte ich wieder Zeit, mich Kayak zu widmen. In den letzten Wochen ist dort einiges passiert. Ich konnte aufräumen, das Interface vereinfachen und einige Bugs beheben.

Außerdem hat Kayak dank Sebastian Dittmar ein Icon und einen eigenen Splash-Screen bekommen. Wie mir gerade auffällt noch mit einem kleinen Rechtschreib-“Fehler” ;) aber das macht schonmal ziemlich was her. Ich bin nämlich grafisch komplett untalentiert und musste daher auf externe Hilfe zurückgreifen. Mit Netbeans RCP war das mit drei Klicks eingebunden und funktioniert einwandfrei.

Unter der Haube ist auch noch einiges passiert. Die Signalverarbeitung funktioniert bereits ziemlich gut. Ich habe die Verbindung zum Bus verbessert und Timestamps kommen jetzt mit Mikrosekunden-Genauigkeit. Alles ist stabiler geworden und auch wenn hier und da nochmal eine Exception durch die Luft segelt hat es sich schon merklich verbessert und ist meines Erachtens nach langsam benutzbar. Die Netbeans-Plattform wurde auf 7.0 aktualisiert und Code musste wenig geändert werden. Ich wollte jedoch sehr gerne die neuen Annotations benutzen und kann nun Komponenten direkt aus dem Source registrieren und muss nicht mehr den Umweg über’s layer.xml gehen.

Gefreut habe ich mich über die Funktion des MapView. Wenn man erstmal die Infrastruktur geschaffen hat, um Signale von einem Bus zu holen und zu interpretieren, sieht man plötzlich Latitude und Longitude auf dem GPS-Bus und es drängt sich förmlich auf, die live zu visualisieren. Hier zeigt sich dann auch, warum man für solche Anwendungen freie Software haben will: Einen JXMapViewer geschnappt, der OpenStreetMap-Karten anzeigt, Drag and Drop für Latitude-/Longitude-Signale und ein wenig Glue-Code, der Punkte auf die Karte zeichnet und das ganze als Plugin einbindet. Insgesamt um die 300 Zeilen Code.

Jetzt kann es dann ab morgen losgehen mit der Diplomarbeit. Viele Aspekte liegen bereits fertig herum und müssen noch in angemessene Form gebracht und verschriftlicht werden. Nebenbei werde ich wahrscheinlich nicht viele neue Features implementieren, sondern vielmehr Bugs reporten und fixen und Kayak in eine Form bringen, dass es mit Abgabe der Diplomarbeit gut funktioniert und vielleicht auch schon verwendet wird. Außerdem interessiert mich noch, wie viel Zeit eigentlich mittlerweile in das Projekt geflossen ist. Vielleicht mache ich da mal eine Kalkulation.